Nach 1 1/2 Tagen Anreise waren wir gelandet, wo der 14. Dalai Lama nicht mehr hin kann – Lhasa. Um als Europaeer bzw. Nicht-Chinese nach Tibet zu kommen benoetigt man 1) ein chinesisches Visum, welches bei der Botschaft in Wien zu beantragen ist und 2) ein Permit (aka TTB). Dieses Permit bekommt man jedoch nur ausgestellt, wenn man eine Tour fuer Tibet im vorhinein bucht. Die aktuellen Gesetze schreiben auch vor, dass man meist in Begleitung eines Guides sich befinden muss. Fast alle Sehenswuerdigkeiten koennen nur mit dem Permit besichtigt werden.
Unsere Tour umfasste 4 Tage Lhasa besichtigen und eine Trekking Tour. In den 4 Tagen Sightseeing stellte der Potala Palace das Highlight der Tour dar. Der ehemalige Sitz des Dalai Lama ist heutzutage nur mehr ein Ausstellungsstueck fuer Touristen. Vor der “kulturellen Revolution” in den 50er hatten nur ausgewaehlte Moenche Zutritt zu diesem Bauwerk. Seit der Einverleibung Tibets durch China scheint sich einiges veraendert zu haben. Mehr Industrie, mehr Fortschritt – weniger Freiheit fuer die Tibeter. Ueber den jetzigen Dalai Lama darf nicht gesprochen werden. Auch ist es nicht erlaubt Bilder von ihm zu zeigen. Filme, wie “Sieben Jahre in Tibet” oder “Kundun” (Biopic des Dalai Lama) sind verboten. Militaer ist seit den Aufstaenden 2008 omnipraesent. Im Zentrum sind an jeder Strassenecke mindestens fuenf Soldaten mit schwerem Sturmgewehr.
Die Trekking Tour war leider nur ein halber Erfolg. In der ersten Nacht schliefen wir noch bei einem Bauern, der die Yaks fuehrte. In den folgenden zwei Naechten wurden wir in unseren Zelten eingeschneit. Den ersten Pass, der bei 5250 Meter liegt, konnten wir noch ueberqueren. Vor dem zweiten Pass mussten wir die Tour jedoch abbrechen, da es wegen dem Schnee zu gefaehrlich war, diesen zu ueberqueren.
Stattdessen sahen wir uns noch den Yamdrok See an und ein weiteres Kloster.
Tibet – Dach der der Welt
November 16, 2010 von jastner